Balkonpflanzen im August für Sonne und Schatten

Henrik Schröter

Henrik Schröter

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31. Juli 2026

Balkonpflanzen im August blühen üppig. Ein Tisch mit erfrischenden Getränken und Blumenarrangements lädt zum Verweilen ein.

Im August sehen viele Balkonkästen müde aus: Einige Pflanzen sind verblüht, andere leiden unter Hitze oder kurzen Gießpausen. Trotzdem ist jetzt noch genug Zeit für frische Farbe bis in den Herbst. Ich zeige, welche Balkonpflanzen im August wirklich sinnvoll sind, wie sie nach Standort ausgewählt werden und worauf es bei Pflanzung, Wasser, Dünger und Urlaub ankommt.

Mit diesen Entscheidungen bleibt der Balkon bis zum Herbst attraktiv

  • Sonnenbalkon: Lavendel, Ziergras, Fetthenne, Herbstastern und Sonnenhut kommen mit viel Licht gut zurecht.
  • Schattenbalkon: Begonien, Fuchsien, Purpurglöckchen und Efeu bleiben auch bei weniger Sonne ansehnlich.
  • Pflanzzeit: Am besten am späten Nachmittag pflanzen und den Wurzelballen anschließend gründlich wässern.
  • Pflege: Verblühtes regelmäßig entfernen, die oberen 2 bis 3 Zentimeter Erde prüfen und Staunässe vermeiden.
  • Herbstplanung: Mehrjährige Pflanzen und winterharte Kräuter lohnen sich besonders, wenn sie mehrere Jahre auf dem Balkon bleiben sollen.

Ein sommerlicher Balkon im August mit bunten balkonpflanzen, frischen Blumensträußen und erfrischenden Getränken.

Welche Pflanzen im August noch Freude machen

Im August kaufe ich bevorzugt Pflanzen, die bereits kräftig entwickelt sind und entweder bis in den Herbst blühen oder mit ihrem Laub Struktur schaffen. Eine kleine Lücke im Balkonkasten lässt sich jetzt schnell schließen, aber nicht jede Sommerblume verkraftet den Wechsel aus Gärtnerei, Hitze und neuem Standort gleich gut.

Für eine späte Blüte eignen sich Herbstastern, Sonnenhut, Fetthenne und Chrysanthemen. Sie bringen Farbe in die zweite Saisonhälfte und wirken besonders gut, wenn sie nicht einzeln, sondern in kleinen Gruppen gesetzt werden. Wer weniger gießen möchte, ist mit Lavendel, Thymian oder trockenheitsverträglichen Gräsern besser beraten.

Pflanze Standort Besonderer Vorteil Worauf achten
Herbstaster Sonne bis Halbschatten Blüte bis in den Herbst Regelmäßig gießen, aber nicht vernässen
Fetthenne Sonne Sehr trockenheitsverträglich Durchlässige Erde verwenden
Lavendel Sonne Duft, Insektennahrung und wenig Pflege Keine dauerhaft feuchte Erde
Begonie Halbschatten bis Schatten Lange Blüte mit kräftigen Farben Vor praller Mittagssonne schützen
Purpurglöckchen Halbschatten Attraktives Laub auch ohne Blüte Im Winter vor austrocknendem Wind schützen

Ein wichtiger Unterschied bleibt dabei oft unbeachtet. Sommerblumen liefern sofort Wirkung, während Stauden und winterharte Kräuter zunächst kleiner aussehen können. Dafür entwickeln sie sich weiter und müssen im kommenden Jahr nicht komplett ersetzt werden.

Die richtige Auswahl für Sonne, Halbschatten und Schatten

Heiße Südlage

Auf einem Südbalkon heizen sich Blumentöpfe und Kästen deutlich stärker auf als der Gartenboden. Hier setze ich auf Lavendel, Rosmarin, Thymian, Portulakröschen, Fetthenne und Ziergräser. Auch Geranien und Petunien blühen weiter, verlangen bei großer Hitze aber zuverlässige Wasserversorgung.

Die Pflanzen sollten nicht direkt in einen winzigen Topf gesetzt werden. Für kräftige Exemplare sind mindestens 10 bis 15 Liter Substrat pro Pflanze sinnvoll, bei größeren Stauden oder Gräsern entsprechend mehr. Helle Gefäße erwärmen sich weniger als schwarze Kunststofftöpfe und können an einem exponierten Balkon einen spürbaren Unterschied machen.

Ost- und Westbalkon

Diese Lagen sind meist leichter zu bepflanzen, weil sie einige Stunden Sonne und längere Schattenphasen kombinieren. Gut passen Herbstastern, Kapkörbchen, Zauberglöckchen, Elfenspiegel und Kräuter. Westbalkone können am Nachmittag trotzdem sehr heiß werden, deshalb sollte die Erde auch hier nicht zu schnell austrocknen.

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Nordbalkon und geschützte Schattenplätze

Für wenig Licht sind Begonien, Fuchsien, Fleißige Lieschen, Purpurglöckchen, Efeu und Farne zuverlässiger als sonnenhungrige Blühpflanzen. Sie blühen nicht alle gleich üppig, geben dem Balkon aber durch Laub, hängenden Wuchs und unterschiedliche Grüntöne Tiefe.

Ich rate davon ab, schattige Kästen mit Pflanzen für volle Sonne zu füllen und anschließend mit Dünger nachzuhelfen. Fehlt Licht, wird der Wuchs oft lang und instabil. Die passende Pflanze für den vorhandenen Standort ist fast immer die bessere Investition.

So pflanze ich neue Balkonblumen im August

Der beste Zeitpunkt liegt an einem späten Nachmittag oder an einem bewölkten Tag. Dann verlieren die Pflanzen weniger Wasser über die Blätter und können sich über Nacht an den neuen Platz gewöhnen.

  1. Den Kasten oder Topf auf Abzugslöcher prüfen und eine dünne Drainageschicht aus geeignetem Material einlegen.
  2. Frisches, strukturstabiles Balkonpflanzensubstrat einfüllen und den Wurzelballen vorsichtig lösen.
  3. Die Pflanze so tief setzen, wie sie im Verkaufstopf stand. Der obere Rand des Wurzelballens sollte nicht dauerhaft mit Erde bedeckt sein.
  4. Zwischen kleineren Pflanzen etwa 15 bis 25 Zentimeter Abstand lassen, damit Luft zirkulieren kann.
  5. Langsam durchdringend gießen, bis etwas Wasser aus den Abzugslöchern läuft.

Bei stark durchwurzelten Töpfen öffne ich den Ballen an den Seiten leicht mit den Fingern. Das hilft den Wurzeln, in die neue Erde einzuwachsen. Nach dem Pflanzen sollte der Kasten für etwa eine Woche gleichmäßig feucht bleiben, ohne dass Wasser im Übertopf steht.

Der Begriff Staunässe bezeichnet Wasser, das nicht ablaufen kann und die Wurzeln dauerhaft luftarm hält. Sie ist im August besonders tückisch, weil die Oberfläche trocken aussehen kann, während sich darunter noch zu viel Feuchtigkeit sammelt.

Wasser, Dünger und Rückschnitt richtig dosieren

Im August gieße ich nicht nach Kalender, sondern nach einer kurzen Fingerprobe. Sind die oberen 2 bis 3 Zentimeter Substrat trocken, braucht die Pflanze meist Wasser. Gegossen wird möglichst morgens oder am frühen Abend direkt auf die Erde, nicht über Blüten und Blätter.

An sehr heißen Tagen kann ein kleiner Kasten bereits nach einem Tag wieder trocken sein. Wasserspeichergefäße helfen, ersetzen aber keine Kontrolle. Besonders Petunien, Fuchsien und üppig bepflanzte Kästen reagieren schnell, wenn der Vorrat erschöpft ist.

Blühende Saisonpflanzen dürfen bis in den August hinein weiter gedüngt werden. Ein flüssiger Balkonpflanzendünger im Abstand von 7 bis 14 Tagen ist häufig ausreichend, sofern die Herstellerangabe nichts anderes empfiehlt. Bei frisch umgetopften Pflanzen warte ich zunächst etwa zwei bis drei Wochen, weil neue Erde meist schon Nährstoffe enthält.

Verblühte Blüten entferne ich regelmäßig. Dieses sogenannte Ausputzen verhindert bei vielen Arten die Samenbildung und lenkt die Kraft in neue Knospen. Bei mehrjährigen Kübelpflanzen reduziere ich die Düngung gegen Ende August allmählich, damit sie nicht mit weichen, spät gebildeten Trieben in die kalte Jahreszeit gehen.

Was bei Hitze, Schädlingen und Urlaub wirklich hilft

Hitze stresst Balkonpflanzen nicht nur durch trockene Erde. Auch aufgeheizte Hauswände, Wind und kleine Töpfe setzen ihnen zu. Ein Untersetzer mit Abstand zum Topfboden, ein größerer Pflanzbehälter und ein leichter Sonnenschutz zur Mittagszeit können mehr bewirken als häufiges oberflächliches Gießen.

Kontrolliere einmal pro Woche die Blattunterseiten auf Blattläuse, Spinnmilben und weiße Fliegen. Klebrige Blätter, feine Gespinste oder eingerollte Triebspitzen sind frühe Warnzeichen. Befallene Pflanzen sollten zunächst etwas Abstand bekommen, damit sich die Schädlinge nicht im gesamten Kasten ausbreiten.

Für einen Urlaub von bis zu drei Tagen reicht bei vielen Pflanzen gründliches Gießen vor der Abreise. Bei längerer Abwesenheit kombiniere ich Wasserspeicher, einen schattigeren Standort und eine automatische Bewässerung. Die Kästen sollten nicht einfach in eine dauerhaft volle Wanne gestellt werden, denn viele Wurzeln faulen schneller, als man erwartet.

Vor der Abfahrt entferne ich Blütenreste und sehr empfindliche Triebe. Das senkt den Wasserbedarf ein wenig und macht sichtbar, ob eine Pflanze bereits vor der Reise krank oder stark geschädigt ist.

Sommerblumen ersetzen oder für das nächste Jahr planen

Ende August ist ein guter Zeitpunkt, ehrlich zu bilanzieren. Wenn eine Saisonpflanze trotz ausreichender Pflege kaum noch austreibt, kahle Stellen zeigt oder stark von Schädlingen betroffen ist, bringt Nachpflanzen oft mehr als weiteres Düngen.

Für einen unkomplizierten Herbstbalkon kombiniere ich gern eine blühende Pflanze mit einer Strukturpflanze. Herbstaster und Purpurglöckchen, Chrysantheme und Ziergras oder Fetthenne und Thymian ergeben ruhige, dauerhaft interessante Kombinationen. Unterschiedliche Ansprüche an Wasser und Licht sollte man dabei nicht in denselben Kasten setzen.

Wer auf mehrere Jahre plant, wählt winterharte Arten in ausreichend großen Gefäßen. Ein Topf mit mindestens 20 bis 30 Zentimetern Durchmesser schützt die Wurzeln besser vor Austrocknung und Frost als ein kleiner Balkonkasten. Trotzdem brauchen Kübelpflanzen im Winter Schutz, weil ihre Wurzeln nicht durch eine dicke Gartenerdeschicht isoliert sind.

Empfindliche Geranien, Fuchsien oder mediterrane Kübelpflanzen können überwintert werden, benötigen dafür aber einen hellen, kühlen und frostfreien Platz. Ist dieser nicht vorhanden, ist es meist vernünftiger, im nächsten Frühjahr gesunde Jungpflanzen zu kaufen, statt eine schwache Überwinterung zu erzwingen.

Ein Augustbalkon, der nicht nach vier Wochen wieder müde aussieht

Die beste Bepflanzung für den August richtet sich nicht nach einer möglichst langen Pflanzenliste, sondern nach Licht, Wasserbedarf und verfügbarer Topfgröße. Wer diese drei Punkte sauber zusammenbringt, kann auch spät im Sommer noch einen abwechslungsreichen Balkon gestalten.

Mein praktischer Favorit ist eine Mischung aus einer blühenden Herbstpflanze, einer robusten Strukturpflanze und einem duftenden Kraut. Sie wirkt sofort, bleibt bis in den Herbst interessant und verzeiht kleine Pflegefehler deutlich besser als ein Kasten voller empfindlicher Blüher.

Häufig gestellte Fragen

Für einen heißen Südbalkon eignen sich unter anderem Lavendel, Rosmarin, Thymian, Portulakröschen, Fetthenne und Ziergräser. Auch Geranien und Petunien blühen weiter, benötigen bei großer Hitze aber eine zuverlässige Wasserversorgung.

Pflanze am besten am späten Nachmittag oder an einem bewölkten Tag. Prüfe die Abzugslöcher, verwende frisches Balkonpflanzensubstrat, halte bei kleineren Pflanzen etwa 15 bis 25 Zentimeter Abstand und wässere anschließend langsam und gründlich, bis etwas Wasser abläuft.

Prüfe mit dem Finger, ob die oberen 2 bis 3 Zentimeter Substrat trocken sind. Gegossen wird morgens oder am frühen Abend direkt auf die Erde. Blühende Saisonpflanzen können meist alle 7 bis 14 Tage Flüssigdünger erhalten, bei frisch umgetopften Pflanzen solltest du damit zunächst etwa zwei bis drei Wochen warten.

Bei einer Abwesenheit von bis zu drei Tagen reicht häufig gründliches Gießen vor der Abreise. Bei längeren Reisen helfen Wasserspeicher, ein schattigerer Standort und eine automatische Bewässerung. Die Kästen sollten jedoch nicht dauerhaft in einer vollen Wanne stehen, weil Staunässe die Wurzeln schädigen kann.

Winterharte Stauden und Kräuter wie Purpurglöckchen, Fetthenne, Lavendel oder Thymian können mehrere Jahre auf dem Balkon bleiben. Dafür brauchen sie ausreichend große Gefäße, idealerweise mit mindestens 20 bis 30 Zentimetern Durchmesser, sowie im Winter Schutz vor Frost und Austrocknung.
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Autor Henrik Schröter
Henrik Schröter
Mein Name ist Henrik Schröter, und ich bringe zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen Gartenpflege, Gestaltung und Lifestyle mit. Schon seit langem fasziniert mich, wie man mit der richtigen Pflege und durchdachten Gestaltung aus einem Stück Land eine persönliche Oase schaffen kann, die nicht nur schön aussieht, sondern auch Lebensqualität steigert. Auf guter-gaupp.de teile ich mein Wissen und meine Begeisterung, sei es bei der praktischen Anleitung zur Rasenpflege, der Inspiration für neue Gartenideen oder bei der Verbindung von Natur und einem bewussten Lebensstil. Mir ist wichtig, dass die Informationen, die ich hier präsentiere, fundiert, verständlich und vor allem nützlich für Sie sind, damit Sie Ihre Gartenträume verwirklichen können.
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